19:00 Uhr | Einführungsreferat der Initiative "Geschichte vermitteln" des Conne Island Leipzig
20:30 Uhr | Film „Komm und Sieh“, UdSSR, Mossfilm und Belarusfilm 1985
Ort | Stadtteilhaus Dresden Neustadt | Prießnitzstraße 18 | 01099 Dresden
„Komm und sieh" ist einer der ergreifendsten und schockierendsten Anti-Kriegsfilme. Basierend auf einer Romanvorlage von Aleksej Adamovitsch erzählt er die Erlebnisse des 12jährigen Fljora in Weißrussland 1943. Die deutschen Truppen befinden sich auf dem Rückzug und richten mit der Politik der „verbrannten Erde" weitere verheerende Massaker unter der Zivilbevölkerung an. Fljora verlässt sein Dorf, um mit den Partisan_innen gegen die Deutschen zu kämpfen. Die Traumatisierung Fljoras steht im Mittelpunkt der Darstellung. Diese Subjektivität zeigt sich bspw. darin, dass die Zuschauer_innen ebenso wie Fljora beim ersten Bombenangriff das Gehör verlieren und nur das Tinnitus-Fiepen mit dumpfen Geräuschen wahrnehmen. Dieses und andere Stilmittel des Filmes wurden in späteren Weltkriegs- und Holocaustfilmen immer wieder verwendet - und doch gibt es kaum einen anderen Spielfilm, der die beklemmende Intensität von „Komm und sieh" erreicht hat.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Lokale Handlungsprogramm Dresden (LHP).


