Der unbekannte Held
27. Mai 2011
Das Netzwerk für Demokratie und Courage in Sachsen lud am 25. Mai 2011 zu einer Theaterveranstaltung in Dresden ein.

"Der unbekannte Held"
Theaterstück über den Hitlerattentäter Georg Elser

„Ich habe den Krieg verhindern wollen“. Mit diesen Worten endet das Theaterstück „Der unbekannte Held“ über den Hitler-Attentäter Georg Elser. Seiner Geschichte des Attentats als auch den damit verbundenen moralischen Konflikten folgten am 25. Mai 2011 über 70 Anwesende im Volkshaus Dresden.

Georg Elser stand nicht nur dem Nationalsozialismus ablehnend gegenüber, er war auch ein Mensch, der seine Ablehnung in die Tat umgesetzt hat. Er plante, Hitler am 8. November 1939 durch ein Bombenattentat im Münchner Bürgerbräukeller zu töten. Sein Anschlag misslang, da Hitler den Raum vor der Zündung der Bombe verließ. Dennoch wurden mehrere Nazis getötet und verletzt.

Seine Überlegungen zur Tat, seine Verhaftung und die Verhöre durch die Nazis wurden ausdrucksstark von Konrad Haller umgesetzt. Jörg Fabrizius spielte den Peiniger der Verhöre als auch Rollen wie einen verletzten Kellner aus dem Bürgerbräukeller und Elsers Bruder. Besonders die Szenen am Schluss, welche unter anderem die Einweihung einer Georg-Elser-Straße und einer Georg-Elser-Gedenkplatte beschreiben, zeigen die auch heute noch unterschiedlich beantwortete Frage, wie mit dem Widerständler Georg Elser umzugehen sei.

Die abschließende Diskussion mit den Schauspielern als auch dem Regisseur Heiko Ostendorf stieß auf große Resonanz und thematisierte die heutige recht eingeengte Betrachtung von Widerstand im Nationalsozialismus und die Debatte „wie Widerstand geleistet werden konnte“ anhand von Beispielen aus anderen von den Nazis besetzten Ländern.

Weitere Infos unter www.theaterodos.de


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