Projekttag D
„Vor Antisemitismus ist man nur auf dem Monde sicher.“ (Hannah Arendt)
Ein Projekttag zu Kontinuität und Folgen von Antisemitismus, dem Zusammenhang mit Verschwörungsdenken und Möglichkeiten zur Intervention

Zielgruppe und Voraussetzung

Jugendliche ab 15 Jahre, 9. Klasse/2. Halbjahr (alle Schultypen) mit Vorwissen zum Nationalsozialismus


Ziele des Projekttag-D

  • Die Teilnehmenden kennen unterschiedliche Formen von Antisemitismus, wissen um deren historische und aktuelle Kontinuität.
  • Die Teilnehmenden sind sensibilisiert für die Erfahrungen und Lebensrealitäten von Jüdinnen_Juden und sind motiviert sich mit diesen zu solidarisieren.
  • Die Teilnehmenden wissen, dass eine vereinfachte Weltsicht, das Denken in Gut-Böse-Logik, eine Form von Antisemitismus ist, für die Jüdinnen_Juden nicht benannt werden müssen.
  • Die Teilnehmenden verstehen die Verlockung und Gefahr von vereinfachtem Denken & sind angeregt sich selbst und ihre Lebenswelt dahingehend zu reflektieren.
  • Die Teilnehmenden sind ermutigt Unbehagen und Kritik an antisemitischen Aussagen zu äußern, sie kritisch zu kommentieren und antisemitischen Zuständen engagiert und widerständig zu begegnen.
  • Die Teilnehmenden erleben sich selbst im einzelnen, gemeinsam und zusammen mit Jüdinnen_Juden als wichtig und wirksam im Engagement für eine solidarischere Gesellschaft.

Inhalt

Antisemitismus ist in unserem Alltag verbreitet, mal subtil, mal offensichtlich. Im Projekttag setzen sich die Teilnehmenden anhand von Bild- und Textbeispielen mit den Merkmalen von Antisemitismus auseinander. Hierbei wird ein besonderes Schlaglicht auf antisemitische Narrative sowie den Umstand geworfen, dass Antisemitismus besonders durch die Kontinuität und das Auftreten ohne Benennung von Juden_Jüdinnen gefährlich alltäglich wird.

Im Tagesverlauf kommen junge jüdische Menschen zu Wort, die als Betroffene, als Überlebende von antisemitischen Angriffen oder als Aktivist_innen mit dem Thema konfrontiert sind.

Neben der Erarbeitung von konkreten Handlungsmöglichkeiten gegen Antisemitismus, werden auch die direkten Folgen dieses Phänomens auf individueller und gesamtgesellschaftlicher Ebene thematisiert. Dabei werden besonders aktuelle Verschwörungserzählungen als virulente Form von antisemitischen Welterklärungen zur Analyse und zum Herausarbeiten von Merkmalen und Gefahren genutzt. 

Abschließend haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, auf antisemitische Sprüche aktionsreich und interaktiv zu reagieren. Hierbei sollen nicht nur die Schwere und die weitreichenden Auswirkungen von Antisemitismus deutlich werden, sondern auch eine gemeinsame Kritik, Kreativität und Solidarität entgegengesetzt werden!

Stundenverlauf

  1. Stunde: Der erste Eindruck
  2. Stunde: Immer wieder die gleiche Sch___e?
  3. Stunde: Die Leute und ich...
  4. Stunde: ... wir machen was!
  5. Stunde: Verwirrung, Vereinfachung, Verschwörung?! Nicht mit uns!
  6. Stunde: Aufmucken gegen Antisemitismus!

Wo wird der Projekttag angeboten?

Der Projekttag D wird in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angeboten. 

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Zahlen beziehen sich auf alle online-evaluierten Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt.
Aktuelle Termine 2022

Teamschulungen

03.05. - 08.05. TS-ABC
27.09. - 02.10. TS-ABC
06.12. - 11.12. TS-DO

Konzeptüberarbeitungen

05.04. - 10.04. KÜ-D

Sonstige

19.09. "Fortbildung "Oktopus und andere
antisemitische Denkmuster"

17.10. Fachtagung Antisemitismus


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