Am 21. April 2026 machte die „Charta on Tour“ Station in Dresden – Gastgeberin war die Dresden International University. Die Veranstaltungsreihe des Charta der Vielfalt e.V. verfolgt das Ziel, Unterzeichnende regional miteinander zu vernetzen und sie dabei zu unterstützen, Vielfalt nicht nur als Selbstverpflichtung zu verstehen, sondern aktiv in Organisations- und Unternehmenskulturen zu verankern. Nach einem sozialwissenschaftlichen Impuls von Stefan Breuer (TU Dresden) gestalteten wir mit dem Projekt Open Saxony! das Tagungsthema „Wenn’s schwierig wird: Haltung zeigen im Arbeitsalltag“ inhaltlich mit.

Ausgangspunkt der Veranstaltung war die Frage, wie Organisationen mit gesellschaftlichen Spannungen umgehen können, die längst auch im Arbeitsalltag sichtbar werden: polarisierende Debatten, diskriminierende oder rassistische Aussagen, Unsicherheiten im Umgang mit Konflikten oder die Angst, die eigene Haltung zu äußern. Gemeinsam wurde diskutiert, wie Unternehmen und Institutionen demokratische Werte klar vertreten können, ohne parteipolitisch zu agieren – und wie es gelingt, auch in schwierigen Gesprächen im Austausch zu bleiben und Grenzen dort zu ziehen, wo Respekt und Wertschätzung enden.
Vor diesem Hintergrund gestaltete das NDC zwei parallele Workshops. Im ersten Workshop arbeiteten die Teilnehmenden mit der Methode der „Toleranzgrenze“. Ziel der Methode ist es, Konfliktfelder im Team sichtbar zu machen, kontroverse Positionen besprechbar werden zu lassen und gemeinsame Werte für die Zusammenarbeit zu schärfen. Der zweite Workshop setzte mit der Methode „Ein Schritt nach vorn“ („Privilege Walk“) stärker auf Selbstreflexion: Welche Chancenungleichheiten prägen unseren Alltag? Welche Privilegien bleiben oft unsichtbar? Und wie wirken sich gesellschaftliche Benachteiligungen im Arbeitskontext aus?



In beiden Workshops wurden anschließend Impulse geteilt, wie auf diskriminierende Äußerungen reagiert werden kann – und warum Gegenrede nie nur auf das direkte Gegenüber abzielt, sondern immer auch ein wichtiges Signal an alle Anwesenden sendet. Beim anschließenden Buffet blieb zudem Zeit für Vernetzung und Diskussionen. Vielen Dank an die Charta der Vielfalt für die Schaffung dieses Austauschraumes und die vertrauensvolle Zusammenarbeit!
Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut, den Tourstopp in Dresden mitzugestalten und unsere Arbeitsweise im Netzwerk vorzustellen. Die Veranstaltung machte deutlich: Vielfalt braucht mehr als symbolische Gesten, verbale Bekenntnisse und das jährliche Hissen der Regenbogenflagge. Open Saxony! setzt genau dort an, indem wir Unternehmen in Sachsen dabei unterstützen, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die die Auseinandersetzung mit Vielfaltsthemen dauerhaft verankern und wirksamen Diskriminierungsschutz ermöglichen.
Ihr habt auch Interesse bekommen, euch in eurem Unternehmen stärker mit diesen Themen auseinanderzusetzen? Dann schaut gern in unsere OSX-Angebote:
Kontakt
NDC Sachsen
Landeskoordination Arbeitswelt
Katharina Tampe
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