
Diskriminierungsschutz an Schulen
Auf Initiative des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V. (NDC) entsteht derzeit ein bundesweites Netzwerk engagierter Menschen und Trägervereine. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, regionale Veränderungsprozesse anzustoßen und den Diskriminierungsschutz an Schulen zu stärken.
Grundlage ist das Forderungspapier für einen nachhaltigen Veränderungsprozess, das das NDC mit drei Partnerorganisationen des Kompetenznetzwerks „Demokratiebildung im Jugendalter“ entwickelt hat. Ziel des Netzwerks ist es, den Diskriminierungsschutz dauerhaft in schulischen Strukturen, Haltungen und Alltagspraktiken zu verankern.
Unsere Vision
Schulen sind diskriminierungssensible, sichere und demokratische Lernorte für alle – Orte, an denen Vielfalt selbstverständlich gelebt wird und sich jedes Kind und jede_r Jugendliche entfalten kann.
Gemeinsam mit regionalen Partner_innen setzen wir uns für Veränderungen ein, die den Schutz vor Diskriminierung an Schulen stärken – gezielt, vernetzt und nachhaltig.
News & Rückblicke
Hier teilen wir aktuelle Veranstaltungen, Save-the-Dates und Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen.
Hier sind wir aktiv
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Unser Ansatz
Strukturen und Praxis systemisch verändern
Ab Herbst 2025 organisieren engagierte Menschen und Trägervereine regionale Austauschräume. Diese Treffen finden zweimal jährlich – analog oder digital – statt und greifen je nach Bedarf unterschiedliche Schwerpunkte auf.
In den Austauschräumen kommen Vertreter_innen aus Schulen, Hochschulen, Bildungsministerien, Verwaltungen, Zivilgesellschaft und Politik zusammen. Gemeinsam analysieren sie Bedarfe, benennen Lücken und entwickeln konkrete Handlungsschritte für einen wirksamen Diskriminierungsschutz an Schulen.
So entstehen praxisnahe Konzepte, die an die spezifischen Bedingungen der Bundesländer angepasst sind. Das Netzwerk fördert den Austausch und den Wissenstransfer zwischen den Beteiligten und stellt Ergebnisse, Materialien und Impulse auf dieser Website bereit. Die gewonnenen Erfahrungen werden gebündelt und für Praxis und Politik nutzbar gemacht.
Meilensteine 2026
Wissensbündelung
Im Mai 2026 ging diese gemeinsame Netzwerk-Website online.
Kommunikationsräume
Bis Ende 2026 treffen sich in mindestens fünf Bundesländern Bildungsakteur_innen in zwei Austauschformaten, um Erfahrungen zu teilen und neue Ideen zu entwickeln.
Vernetzung
Bis Ende 2026 entstehen in weiteren drei weiteren Bundesländern aktive Netzwerke, die diskriminierungssensible Schulentwicklung voranbringen.
Politische Anschlussfähigkeit
Im 4. Quartal 2026 werden erste Ergebnisse der regionalen Kommunikationsräume praxisnah aufbereitet und in den Dialog mit Politik und Verwaltung eingebracht, um diskriminierungssensible Schulentwicklung zu stärken.
Dokumentation
Bis Ende 2026 werden Materialien, Ergebnisse und Impulse aus den Bundesländern auf dieser Website sichtbar gemacht.
Koordination
Das NDC begleitet den Prozess ganzjährig, vernetzt Akteur_innen und sorgt für den bundesweiten Wissenstransfer.
Links
Hier gibt es Praxisbeispiele, Leitfäden und Materialien zur diskriminierungskritischen Schulentwicklung.
Broschüren
Was tun gegen Diskriminierung an Schulen?
Viele Schulen führen Maßnahmen und Projekte gegen Diskriminierung durch. Ihre Erfahrungen helfen zu verstehen, welche Ansätze welche Verbesserungen bewirken können – und welche Stolpersteine es gibt. Auf der Website und in der Broschüre von 2024 werden bewährte Praxisbeispiele vorgestellt. Sie liefern vielfältige Anregungen, um selbst gegen Diskriminierung aktiv zu werden.
Eine Website/Broschüre der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Diskriminierung an Schulen erkennen und vermeiden
Dieser Leitfaden von 2019 richtet sich an Lehrer_innen, Schulleitungen und das pädagogische Personal an Schulen, an Mitarbeitende von Schulverwaltungen, aber auch an außerschulische Akteur_innen wie Elternvereine und zivilgesellschaftliche Organisationen aus dem Bereich der Antidiskriminierungsarbeit. Er gibt Ideen für konkrete Maßnahmen, die alleine oder in Kooperation mit anderen umgesetzt werden können, sowie bestehende Beispiele guter Praxis an Schulen.
Der Leitfaden beantwortet folgende Fragen:
- Wo findet Diskriminierung in Schulen statt?
- Welche Auswirkungen haben Diskriminierungserfahrungen auf Betroffene?
- Welchen rechtlichen Diskriminierungsschutz gibt es im Bereich Schule?
- Wie kann eine Schule Antidiskriminierung verankern?
Eine Broschüre der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Diskriminierung im Schulalltag – Ansprechpartner_innen und weiterführende Informationen
Die Broschüre von 2019 enthält Publikationen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Themenfeld Bildung, sowie Ansprechpartner_innen, Netzwerke, Projekte, Websites und weiterführende Literatur.
Eine Broschüre der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
#nichtneutral – Schule unter Druck.
Wertebildung am Pranger? Impulse einer Tagung
Die Broschüre gibt Anregungen, wie im Kontext Schule mit der Forderung nach „Neutralität“ umgegangen und den damit verbundenen Herausforderungen im Schulalltag begegnen werden kann.
Eine Broschüre des NDC Sachsen.
„Neutralität“ der Schule in einem demokratischen Rechtsstaat: Chancen und Grenzen
Immer wieder sind Schulleitungen und Lehrkräfte jedoch verunsichert, welchen Einfluss das staatliche Neutralitätsgebot auf die Einbindung Externer im Unterricht hat und wie politisch kontroverse Positionen im Rahmen der Lehrplanvermittlung darzustellen sind. Die vorliegende Handreichung soll deshalb wesentliche rechtliche Grundlagen sowie Leitfragen bereitstellen, um zu sensibilisieren und in der Bewältigung von Unsicherheiten zu unterstützen.
Eine Broschüre des Landesamts für Schule und Bildung Sachsen.
Diskriminierungskritischer Klassenrat
Der diskriminierungskritische Klassenrat ist eine Broschüre für Schüler_innen und Multiplikator_innen, um den Klassenrat diversitätssensibel zu gestalten und anzufangen, sich mit Diskriminierungskritik auseinanderzusetzen. Sie wurde 2023 im Projekt „Diskriminierungskritische Schulentwicklung“ veröffentlicht.
Eine Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe).
Was machen wir denn jetzt?! Zum schulischen und pädagogischen Umgang mit rechten, rassistischen, antisemitischen und antifeministischen Inhalten in Klassenchats
Mit dieser Publikation werden Antworten und Einschätzungen aus der Beratungspraxis der Mobilen Beratung zu diskriminierenden Klassenchats zusammengefasst. Gleichzeitig gibt die Handreichung eine praktische Unterstützung zum Umgang mit den durch Klassenchats hervorgerufenen Fragen und Herausforderungen. Sie bietet aber auch Hinweise und Anregungen, um sich außerhalb von Schule – etwa in der Jugendarbeit oder im Vereinsleben – mit Fragen der Kommunikation und des Umgangs miteinander zu beschäftigen.
Eine Broschüre des Bundesverbands Mobile Beratung.
Filme
Was ist #Diskriminierung in der #Schule ?! | #ERKLÄRT
Wie werden Schüler_innen diskriminiert? Welche Rolle spielen Lehrkräfte? Welche Folgen hat das für Betroffene? Und wie kannst du dagegen vorgehen?
Ein Film von jup! Berlin, Informations- und Beteiligungsportal für und von Jugendlichen, in Kooperation mit ADAS Berlin, Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen.
Rassismus an Schulen: So erleben ihn Betroffene
Die Berichte unter dem Hashtag #MeTwo haben gezeigt: Die ersten prägenden Erfahrungen mit Rassismus machen Menschen in der Schule.
Hänseleien und Beleidigungen durch Mitschüler_innen und Lehrpersonal, schlechtere Noten aufgrund der zugeschriebenen Herkunft, Empfehlungen für Haupt- und Realschule trotz guter Noten – auch zahlreiche Studien belegen, dass Rassismus an Schulen in Deutschland keine Ausnahme ist, sondern ein verbreitetes und strukturelles Problem.
Aber wie erleben ihn Betroffene selbst? Die Journalistinnen Nil Idil Çakmak und Minh Thu Tran haben mit jungen Menschen gesprochen, die selbst Diskriminierung erlebt haben.
Ein Film von DeutschPlus – eine zivilgesellschaftliche Initiative, die sich seit 2011 für ein vielfältiges Deutschland mit gleicher Teilhabe für alle und gegen Rassismus einsetzt.
Bundeslandspezifische Angebote
Brandenburg: Trotz alledem! Eine Handreichung zum Umgang mit Diskriminierung in der Schule
Die Handreichung unterstützt pädagogisches Personal in Brandenburg im Umgang mit menschenverachtenden Einstellungen.
Eine Broschüre des NDC Berlin-Brandenburg.
Berlin: Schutz vor Diskriminierung an Schulen – Ein Leitfaden für Schulen im Land Berlin
In der gemeinsamen Arbeit mit schulischen und außerschulischen Partner_innen und unterstützt durch einen fachlichen Beirat, hat die bundesweit erste schulspezifische Antidiskriminierungsstelle in Berlin (ADAS) in den letzten Jahren wirkungsvoll dazu beigetragen, Schulen für die Wahrnehmung der Problematik zu sensibilisieren und vorhandene Diskriminierung gezielt abzubauen. Ein zentrales Ergebnis dieser Arbeit ist der vorliegende Leitfaden, der erarbeitet wurde, um Schulen auf diesem Weg zu unterstützen.
Eine Broschüre von ADAS Berlin.
Berlin: Servicepaket Schulumfragen
Die bundesweit erste schulspezifische Antidiskriminierungsstelle in Berlin (ADAS) hat ein Angebot zur Unterstützung von Berliner Schulen bei der Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Präsentation von schulinternen Online-Umfragen zum Themenschwerpunkt Diskriminierung entwickelt.
Ein Angebot von ADAS Berlin, Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen.
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen: Schulberatung
Manche Fragen und Herausforderungen lassen sich nicht durch einzelne Veranstaltungen ausreichend bearbeiten. Das NDC verfügt in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen über Berater_innenpools, die dabei gern unterstützen.
An die entsprechenden Landesnetzstellen wenden können sich Schulleitung, Lehrkräfte, Sozialarbeiter_innen, Angestellte des Schuljugendclubs, Schüler_innen, Jugendgruppen u.a. – all jene, die in der Schule oder im schulischen Umfeld unterwegs sind.
Ein Beratungsangebot des NDC Berlin-Brandenburg, NDC Mecklenburg-Vorpommern und NDC Sachsen.
Sachsen: Schulentwicklungsgruppen zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratielernen (SEGD)
Die „Schulentwicklungsgruppen zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratielernen“ (SEGD) unterstützen das Bestreben von Schulen zur Weiterentwicklung und Implementierung ihrer Ansätze der Prävention und Intervention bei Demokratie- und Menschenfeindlichkeit. Dieses Format bietet fachliche Impulse, Austausch und Reflexion sowie Konzeptionsarbeit für Schulen in Sachsen.
Ein Beratungs- und Bildungsangebot des NDC Sachsen.
Brandenburg: Ringvorlesung „‚Sharing is Caring‘ – Auf dem Weg zu einer diskriminierungskritischen und inklusiven Kunstpädagogik.“
Auch im Kunstunterricht kann eine Plattform geschaffen werden, um fachliche Inhalte unter den Aspekten Inklusion, Diversität und kritischer Wissensreflexion zu diskutieren. Eine Ringvorlesung im WS 2023/24 an der Universität Potsdam im Lehramt bzw. Fachbereich Kunstpädagogik widmete sich interdisziplinär diesen Themen, um fachwissenschaftliche, künstlerische und didaktische Perspektiven zu verbinden. Ziel war die Entwicklung einer diskriminierungskritischen und diversitätssensiblen Haltung für angehende Kunstlehrende.
Eine Publikation ist in Planung.
Ein Angebot von Dr*in Antje Winkler an der Universität Potsdam. Eine Publikation ist in Arbeit.
Kontakt
Interesse an einer Kooperation, am fachlichen Austausch oder daran, das Netzwerk aktiv zu unterstützen?
Wir freuen uns über Nachrichten und Engagement für diskriminierungssensible Schulentwicklung.
