Als Wanderausstellung konzipiert, werden 111 Orte in Magdeburg beleuchtet, an denen Zwangsarbeit existierte. Die Ausstellung kann insbesondere von Schulen und Jugendeinrichtungen gebucht werden.
Die Ausstellung
Die planmäßige Ausbeutung und die Vernichtung von Menschen im Nationalsozialismus werden gemeinhin mit Betrieben wie den IG Farben oder mit bekannten Konzentrationslagern wie Auschwitz und Buchenwald verbunden. Doch fanden Zwangsarbeit und KZ-Haft überall in Deutschland statt. Insgesamt existierten über 1.200 KZ-Außenlager in der Nähe kriegswirtschaftlich wichtiger Unternehmen sowie tausende weiterer Lager und Unterkünfte für Zwangsarbeiter_innen bei fast allen kommunalen, staatlichen und privatwirtschaftlichen Betrieben. So wurden auch in Magdeburg Menschen zur Arbeit in der Kriegswirtschaft gezwungen. Das Rüstungszentrum an der Elbe war für tausende Zwangsarbeiter_innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge ein Synonym für unendliches Leid und Tod.
Junge Menschen aus Magdeburg und Umgebung wollten die Orte der Grausamkeiten in der Stadt mit Adressen benennen und den Opfern ein Gesicht geben. Deshalb haben sie in Archiven geforscht, Zeitzeug_innen befragt und Fotos gemacht. Entstanden ist daraus die Ausstellung „Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg“, in der 111 Orte in Magdeburg belegt sind, an denen Zwangsarbeiter_innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge leiden mussten. Einzelne Lager werden beispielhaft vorgestellt und ihre Rolle für die Stadt und das System des NS-Vernichtungsapparates aufgezeigt. Dabei kommen auch schmerzliche und verdrängte Wahrheiten für Teile der Magdeburger Bevölkerung an das Tageslicht.
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann insbesondere von Schulen und Jugendeinrichtungen gebucht werden. Sie umfasst 9 Schautafeln und ist für Menschen ab einem Alter von 14 Jahren geeignet.
Kontakt & Buchung
NDC Sachsen-Anhalt
Landesnetzstelle
Schönebecker Straße 82-84
39104 Magdeburg
Ein Gemeinschaftsprojekt mit


