Um Diskriminierungsschutz an Schulen stärker zu verankern und Räume für entsprechenden Wissensaustausch zu schaffen, ist auf Initiative des NDC im Herbst ein Netzwerk gegründet worden, das Akteur_innen aus aktuell neun Bundesländern zusammenbringt.

Diskriminierung ist tägliche Realität an Schulen. Dennoch gibt es im Zweifelsfall häufig Unsicherheiten in Bezug auf Zuständigkeiten, Befugnisse und Handlungsoptionen. Praxiserprobte Schutzkonzepte gibt es nur wenige. Wissen und Handlungskompetenz zu Diskriminierung sind im Lehramtsstudium noch unzureichend verankert.
Auf Initiative des NDC ist deshalb im Herbst ein Netzwerk gegründet worden, das Diskriminierungsschutz an Schulen strukturell stärkt und entsprechende Veränderungsprozesse anstößt. Basis dafür ist das gemeinsam mit drei anderen Organisationen entwickeltes Forderungspapier zur Bearbeitung von Diskriminierung an Schulen.
Bundesweite Vernetzung und regionale Verankerung
Um unterschiedlichen Bedarfen in verschiedenen Bundesländern gerecht zu werden, setzt die Initiative auf regionale Netzwerke, die voneinander lernen und ihre Erfahrungen bundesweit zusammenbringen. Bisher sind neun Bundesländer vertreten, die gemeinsam mit der Bundesgeschäftsstelle in quartalsweisen Netzwerktreffen den Austausch und die Bündelung von Expertise sichern. Daneben haben im letzten halben Jahr verschiedene regionale Kommunikationsformate zu verschiedenen Schwerpunkten stattgefunden, darunter:
- Saarland: „Veränderungen durch Allianzen“, organisiert von der GEW Saarland und dem Antidiskriminierungsforum Saar
- Hamburg: Informationsveranstaltung zu Fortbildungstätigkeiten für Lehrkräfte im Bereich Antidiskriminierung, organisiert von der Beratungsstelle interkulturelle Erziehung am Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung
- Schleswig-Holstein: „Diskriminierungsschutz an Schulen stärken – Auftakttreffen in Kiel“, organisiert von der Aktion Kinder- und Jugendschutz, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, der schleswig-holsteinischen Landesbeauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen sowie dem Ministerium für allgemeine und berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur
Für den Sommer sind weitere Kommunikationsräume in den Ländern geplant. Im November wird eine zentrale Fachveranstaltung des Netzwerks stattfinden.
